Scattered Crowd

An Installation by: William Forsythe
Music: Ekkehard Ehlers

Premiere: 15.03.02, hall 7, Messe Frankfurt in Kooperation mit GROUP.IE


Four thousand white balloons, suspended in a billowing wash of sound; an air-borne landscape of relationship, of distance, of humans and emptiness, of coalescence and decision. In the gorgeous, breathless space that is choreographer William Forsythe's Scattered Crowd, the viewer inhabits and alters, through their stillness or speed, their sense of proportion and time, the configurations that make up this constantly shifting, ecstatic world.

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Viertausend weisse Luftballons, in der Schwebe gehalten von einer wogenden Klangwelle; eine emporgestiegene Landschaft von Beziehung, Distanz, Menschen und Leere, von Vereinigung und Entscheidung. Dieser prächtige, atemberaubende Raum, Choreograph William Forsythe’s „Scattered Crowd“, nimmt durch die Zuschauer Gestalt an. Durch ihr Gefühl für Proportion und Zeit, Stillstand und Bewegung, beleben und verändern sie die Konfigurationen, aus denen diese sich ständig wandelnde, ekstatische Welt besteht.

Dana Caspersen

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©Georg Kumpfmüller
g.kumpfmueller@fr-aktuell.de

   
 
©Georg Kumpfmüller
g.kumpfmueller@fr-aktuell.de
  ©Georg Kumpfmüller
g.kumpfmueller@fr-aktuell.de
 
photo: Dorsey Bushnell & Marga Wenninger   photo: Dorsey Bushnell & Marga Wenninger
     

 

"Es gibt eine wichtige Unterscheidung auf dem Gebiet, das ich Somaesthetik nenne: die Beschäftigung mit der rein äußerlichen Form macht uns blind für das ästhetische Potential des propriozeptiven inneren Körpergefühls. Erlebte Erfahrung von somaestethischen Praktiken kann unser Wohlbefinden auf zwei unterschiedliche Arten fördern - es verbessert unser körperliches Grundgefühl, dient aber auch dazu, unseren Körper feinsinniger zu spüren und ihn in seiner Aktivität und Bewegung genauer wahrzunehmen." (Richard Shusterman in "Self-Styling after the end of Art". Interview in 105 Parachute)

 

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung 15. März 2002

Choreographie für jeden in der Frankfurter Messe

Unerträglich sei die Leichtigkeit der Marionette, meinte Heinrich von Kleist, und er verglich sie mit der scheinbaren Schwerelosigkeit des Tänzers. Dieses besondere Erlebnis bleibt den Zuschauern jedoch vorenthalten. William Forsythe, Intendant des Balletts Frankfurt, möchte dies ändern. Die Halle 7 des Frankfurter Messegeländes soll zu einer "Chill-out-Zone" werden, in der den Messebesuchern mit Hilfe von Gasluftballons, die paarweise an Schnüren befestigt sind und vertikal im Raum schweben, dieses Gefühl der Leichtigkeit vermittelt wird. Wie Steven Valk, der Dramaturg des Balletts, erklärt, soll hierdurch erfahrbar werden, was es heißt, "in einer Choreographie zu sein". Forsythes Installation "Scattered Crowd" sei jedoch kein Kunstwerk. Valk spricht lieber von einer "beweglichen Skulptur" aus vielen weißen Ballons, mit denen das Publikum spielerisch, unter Anleitung von Forsythe, einen "anderen Zustand" erkunden könne. (...) Durch das spielerische Miteinander sollten die Bürger der Stadt miteinander in einen Dialog treten, der neue Phantasieräume schaffe. (joba.)

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Frankfurter Rundschau 15. März 2002

William Forsythes "Scattered Crowd" auf der Musikmesse

Scattered - zerstreut, verstreut, vom Winde verweht: Das werden zum einen die Luftballons sein in der großen leeren Messehalle 7, zum anderen auch ein bisschen die Besucher, die dort einen kühlen, ruhigen Freiraum fnden sollen, eine Art chill-out area. Am Eingang bekommt jeder sein persönliches Exemplar aus zwei mit einem Faden verbundenen Luftballons, einer davon mit mehr Auftrieb und darum oben schwebend. Damit kann man sich dann zu zarter Musik von Ekkehard Ehlers in der Halle bewegen, kann die Ballons schubsen und stubsen (...), kann sie schließlich irgendwo zurücklassen. Am Sonntag Abend dann, so die Idee des Frankfurter Ballettschefs William Forsythe, der sich "Scattered Crowd" ausgedacht hat, ist Messehalle 7 voll feiner weißer Luftballons. Forsythe setzt damit seine Reihe "Choreographien für Menschen und öffentliche Räume" fort. (sy)

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